Ich bin wieder hier…

…in meinem „Revier“. War nie wirklich weg, hab mich nur versteckt.“ Und zwar quasi vor Corona und der ganzen Welt! 

Ich brauchte eine Auszeit, aber jetzt bin ich wieder zurück 🙂

In den letzten Wochen und Monaten kam ich an den Punkt, dass mir alles ein wenig zu viel wurde. Nur negative Nachrichten mit immer neuen Schreckensmeldungen, dann diese Machtlosigkeit, dass man nichts tun konnte, sondern einfach abwarten und hinnehmen musste, was entschieden wurde. Es hat sich für mich in der letzten Zeit sehr viel geändert. Zum einen war die Belastung durch Homeschooling und Co. dann doch am Ende spürbar und zerrte an meinen Kräften und natürlich auch Nerven.

Hinzu kam, dass ich meine Selbstständigkeit mehr oder weniger aufgab, und das Glück hatte in dieser Zeit eine Festanstellung zu bekommen. Eigentlich waren es mehr oder weniger zwei innerhalb von kürzester Zeit, aber dazu ein anderes Mal. Passend dazu entschied sich mein Mann auch noch kurzerhand den Job zu wechseln. 

Was macht man, wenn man eh schon gefühlt Land unter ist? Richtig! Man holt sich einen Welpen ins Haus. Viel schlimmer konnte es ja gar nicht mehr werden. Oder doch? Auch hierzu werde ich noch weitere Details preisgeben.

Es war viel, es war bestimmt nicht alles schlecht, aber es war anders und seitdem ist vieles neu. Ich hab Zeit gebraucht, um mich neu zu ordnen, mein Leben den Änderungen und auch meinen sich verändernden Bedürfnissen anzupassen. Mittlerweile habe ich das Gefühl weitestgehend angekommen und neu gestärkt zu sein. Egal, was der Herbst bringen mag, oder welche Katastrophen noch so über uns hereinbrechen, ich fühle mich zumindest so, als könnte mir das nicht mehr viel anhaben. 

In diesem Sinne auf ein neues Abenteuer – diesmal ohne Pause, aber dafür mit ganz viel abwechslungsreichen Schmunzelgeschichten und positiven Aussichten. 

Tatütata – der Nervenzusammenbruch ist da

Löschen, bergen, retten, schützen – ich kenne mich aus mit der Feuerwehr. Gezwungenermaßen eher unfreiwillig, denn mein Sohn ist seit seinem zweiten Lebensjahr der beste Freund von Feuerwehrmann Sam. Es gibt nichts, was bei uns nicht schon gelöscht wurde. Unsere alte Wohnung war in der Nähe der Feuerwehrstation – also war es ein Muss dort mehrmals in der Woche lang zu spazieren. Wahrscheinlich dachten die Feuerwehrleute, dass ich eine alleinerziehende Mutter mit Kind und Hund auf Männersuche war – so oft, wie ich dort vorbeikam.

Für meinen Sohn war es wie ein Sechser im Lotto, wenn dann auch noch die Durchsage kam und die Löschzüge los mussten. Pure Freude stand in sein Gesicht geschrieben. Allerdings auch, wenn man an Unfällen vorbeifährt. Es ist etwas makaber, aber bei Blaulicht und möglichst viel Einsatz, war er sofort Feuer und Flamme. Einmal sind wir an einem wirklich schweren Unfall an der Gegenfahrbahn auf der Autobahn vorbeigefahren. Es war schon abends, daher wirkten die vielen blauen Lichter, die Wagen und alles noch viel imposanter. Das Fazit meines Sohnes lautet nur: „Au ja – können wir nochmal vorbeifahren?“ Er verstand ja nicht, was da wirklich passiert ist und dass es schrecklich war.

Wenn wir normal im Straßenverkehr unterwegs waren und das Martinshorn hinter uns ertönte, war er aber auch schon zufrieden. Auch ein Feuerwehrauto aus dem Auto vorbeifahren zu sehen, bereitete ihm großen Spaß. Ich war schon froh, dass wir in einer Großstadt wohnten und es dort viele Einsätze am Tag gab und man viel Blaulicht sah und Sirenen hörte. Selbst wenn ich alleine im Auto unterwegs bin, ertappe ich mich auch noch Jahre später, dass ich mich selbst schon freue, wenn ein Feuerwehrauto an mir vorbeifährt. Früher habe ich jedes mal noch laut gesagt: „Guck mal die Feuerwehr!“ Das habe ich mir mittlerweile abgewöhnt.

Nachdem wir unser jetziges Haus angeschaut haben und wir danach ein Feuerwehrauto sahen, wusste ich, dass es ein gutes Zeichen war. Quasi das Glückssymbol der Familie. Allerdings müssen sie nicht zwingend direkt einen Einsatz bei uns vor Ort haben. Noch reicht es, wenn Feuerwehrmann Sam jetzt im Duett mit seiner kleineren Schwester, in diesem Fall die neue Penny Morris, das bei uns zu Hause übernimmt.